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Flaurling Gries im Sellrain Hatting Inzing Kematen Oberperfuss Pettnau Polling in Tirol Ranggen Reith bei Seefeld Sellrain St. Sigmund Unterperfuss Mg. Zirl

 

 


STÖRFALLINFORMATION

gemäß § 14 (3) Umweltinformationsgesetz, BGBl.-Nr. 495/1993 idgF.

für den Abwasserverband Zirl u. Umgebung

 

Bezeichnung der Anlage:
Betreiber:
Standort:
ARA- Zirl
Abwasserverband Zirl und Umgebung
Meilbrunnen 5, 6170 Zirl



Auskunftspersonen für nähere Information:

Rudolf Häusler
Tel. 0664/ 1136495


Die Abwasserreinigungsanlage AV-Zirl dient der mechanisch-biologischen Reinigung der in den Mitgliedsgemeinden anfallenden kommunalen und betrieblichen Abwässer. Diese Abwasserreinigung wird unter Einsatz modernster Anlagentechnik und innovativer Verfahrenstechnik zum Schutz der Umwelt durchgeführt. Rechtliche Grundlage dafür bilden die gültigen Verbands-satzungen, Gesetze und erlassenen Bescheide.

Dem Abwasserverband Zirl und Umgebung gehören folgende Gemeinden an:
Flaurling, Gries i.S., Hatting, Inzing, Kematen, Oberperfuss, Pettnau, Polling, Ranggen, Reith b.S., Sellrain, St.Sigmund, Unterperfuss, Zirl

Die Anlagenkapazität beträgt gemäß Wasserrechtsbescheid (Kapazitätsermittlung und Hochtypisierung ZI IIIa1-W-30.122/11 vom 17.11.2005) 61.500 Einwohnergleichwerte (EW). Die Reinigung erfolgt in mehreren Anlagenteilen auf Basis von mechanischen, physikalischen, chemischen und biologischen Prozessen. Nach der Reinigung werden die geklärten Abwässer in den Vorfluter Inn eingeleitet.

Dabei entsteht Klärschlamm, der in der Abwasserreinigungsanlage in eigenen Reaktoren (Faulbehältern) biologisch stabilisiert wird. Im Zuge dieses Faulprozesses fällt Biogas an, das zu rd. 65% aus Methan und 35% aus CO2 besteht. Nach der Zwischenspeicherung des Faulgases in einem Gasbehälter wird der Energieinhalt des Gases intern durch Gasmotoren zu Strom und Wärmeenergie umgewandelt.
Durch ein modernes computergestütztes Steuerungs-, Prozessleit- und Protokollierungs- system (mit angedockter automatischer Alarmierungseinrichtung für den Bereitschaftsdienst) sowie regelmäßiger Wartung und Inspektion wird Vorsorge getroffen, dass Störfälle, insbesondere eine Gewässerverunreinigung durch mangelhafte Abwasserreinigung oder Explosionen von Faulgas- Luftgemischen nicht eintreten. Deshalb wird die ARA-Zirl von gezielt ausgebildetem und geschultem Fachpersonal betrieben und rund um die Uhr überwacht. Zur Überwachung werden die modernsten technischen Hilfsmittel eingesetzt.
Allerdings können Störungen des Kläranlagenbetriebes auch durch Ereignisse außerhalb des Kläranlagengeländes oder außerhalb des Einflussbereiches des Kläranlagenbetreibers ausgelöst werden. Durch Eindringen von Mineralölprodukten in die Kanalisation aufgrund von Verkehrsunfällen oder durch unzulässiges Einleiten von Schadstoffen, kann der Kläranlagenbetrieb beeinträchtigt werden. Mit Hilfe entsprechender Überwachungsmaßnahmen wird jedoch seitens des Kläranlagenbetreibers versucht, solche Faktoren möglichst frühzeitig zu orten. Um in weiterer Folge Schadstoff begrenzende Gegenmaßnahmen im Rahmen des Kläranlagenbetriebes setzen zu können.
Störungen des Kläranlagenbetriebes werden grundsätzlich durch ein computergestütztes Meldesystem signalisiert. Das verantwortliche Personal verfügt über das erforderliche Fachwissen und die notwendige Ausrüstung zur Behebung von Störungen. Bei Bedarf werden zusätzliche Maßnahmen gemeinsam mit den Organisationen der allgemeinen Katastrophenhilfe gesetzt. Grundlage für die Vorgangsweise im Störfall ist die Betriebsvorschrift der Kläranlage.

Betriebsfremde Personen, die Hinweise auf einen Störfall im Bereich der Kläranlage feststellen und nicht erkennen können, ob an der Behebung bereits gearbeitet wird, werden ersucht, unverzüglich über folgende Telefonnummern die Feststellung weiterzuleiten:

Montag bis Donnerstag:
Freitag:
Sonstige Zeiten u. Feiertagen:

7:15 - 16:30 Uhr
7:15 - 12:15 Uhr
Bereitschaftsdienst

Tel 05238 / 52639
Tel 05238 / 52639
Tel 0664 / 3123393


An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass das eigenmächtige Betreten des Kläranlagengeländes grundsätzlich nicht gestattet ist. Entsprechende Hinweistafeln sind an den Zugängen des eingezäunten Betriebsgeländes angebracht.

Sollte trotz aller Vorsorgemaßnahmen, die seitens des Kläranlagenbetreibers gesetzt wurden, ein Störfall eintreten werden die betroffenen Personen, über Presse und/oder Rundfunk, über die relevanten Umstände und zu beachtenden Verhaltensregeln informiert.

Diese Störfallinformation ist auf der Homepage des AV-Zirl u Umgebung unter www.zirl.at/Abwasserverband, Rubrik "Störfallinformation" einseh- bzw. downloadbar.

Zusätzlich liegt die Störfallinformation bei der Standortgemeinde Zirl, bei der BH Innsbruck-Land und bei der Landeswarnzentrale für Zivil- und Katastrophenschutz auf.


Zirl am 27.01.2009


Rudolf Häusler